Norbert „Mini“ Thiel ist gestorben

Der SV Wacker Obercastrop trauert um langjähriges Mitglied und Original
Jeder Wackeraner kannte Norbert Thiel, von allen nur „Mini“ genannt. Nun ist er am 13. April im Alter von 56 Jahren gestorben und es wird stiller werden rund um unser Vereinsheim „Schürhoffs“, Ob als Spieler, Platzwart, Technischer Helfer oder Verantwortlicher für den Getränkestand, Mini war in jeder Hinsicht der Vertreter des „100 % Herzblut“, unserer Wackermarke. Und immer sprühte er vor guter Laune, hatte einen lustigen Witz parat oder einen forschen Spruch auf den Lippen. Wir vermissen ihn sehr.
Nachruf auf Norbert „Mini“ Thiel von Elmar Bök, 2. Vorsitzender SV Wacker Obercastrop
Es fällt schwer, die richtigen Worte zu finden, wenn ein Freund wie Norbert „Mini“ Thiel plötzlich nicht mehr unter uns weilt. Geboren am 25. Januar 1970, hat Mini am 13. April 2026 im Alter von 56 Jahren seine letzte Reise angetreten. Für alle, die ihn kannten, ist es unfassbar, dass sein Körper einfach nicht mehr mitspielen wollte.
Seit 1984 war Mini eine der festen Größen beim BV Wacker Castrop/SV Wacker Obercastrop. Als Mitglied der B-Jugend-Aufstiegsmannschaft 1985 und stolze 42 Jahre lang als Mitglied prägte er den Verein wie kaum jemand sonst. Aber Mini war mehr als nur ein Spieler oder Helfer – er war ein Herzstück des Clubs.
Seine ehrenamtliche Tätigkeit beim SVWO, war legendär. Ohne Mini? Undenkbar! Immer mit der Zigarette im Mund nach dem Motto „Ab geht’s!“ zur Stelle, sorgte er dafür, dass kein Fest ohne ihn stattfand – und das nicht nur während der Feier, sondern auch davor und danach.
Seit 2005 war Mini auch Teil der Brauhaus-Familie um Elmar Bök, wo er genauso unverzichtbar war wie beim SVWO. Seine Hilfsbereitschaft kannte keine Grenzen, und selbst als man bei ihm zunehmend körperlichen Abbau bemerkte, war er immer da, wenn man ihn brauchte. Ein Mann mit großem Herzen, immer ein offenes Ohr und vollerTatendrang.
Und dann sind da natürlich die Geschichten, die einem sofort in den Kopf schießen. Wie wäre es zum Beispiel mit der legendären Altherren-Willingen-Fahrt? Mini schnappte sich nachts einfach den Kühlschrank der Pensionschefin, mampfte alles leer und kam am nächsten Morgen zum Frühstück, als sei nichts gewesen. Solche Anekdoten zeigen seinen besonderen Humor und seine unbeschwerte Art, die viele von uns so sehr geschätzt haben.
Mini war auch der lokale „Bildzeitung“-Reporter in Obercastrop – ein Spitzname, der ihm irgendwie gerecht wurde. Dank zahlreicher Krisensitzungen im Rittersaal des Brauhauses wusste er immer als Erster, was gerade beim Herzensclub los war. Seine Neugierde und sein Interesse für alle Geschehnisse rund um den SVWO waren beeindruckend.
Ich selbst kenne Mini seit 1984, 42 Jahre – eine Zeit voller gemeinsamer Erlebnisse, Höhen und Tiefen. Er war nicht nur ein Freund, sondern am Ende eher wie ein Bruder, um den ich mich kümmern musste. Es tut unendlich weh, morgens aufzustehen und ihn nicht mehr da zu haben, mit der Kippe im Hals und seinem gewohnt schnellen Spruch auf den Lippen.
Mini, wir werden dich wahnsinnig vermissen. Du hast uns gezeigt, was es heißt, loyal, hilfsbereit und ein unverzichtbarer Teil einer Gemeinschaft zu sein. Ich hoffe, du hast jetzt deinen Frieden gefunden. Ruhe in Frieden, mein Freund.
„Who wants to live forever“ sang Freddy Mercury mal – aber du wirst in unseren Herzen weiterleben. Danke für alles, Mini.
Martin Janicki, Vorsitzender des Wirtschaftsrates des SV Wacker Obercastrop / persönlicher Nachruf:
Mein lieber Mini, wie kann man dich nicht direkt mit Wacker in Verbindung bringen? Stets Helfer in allen Situationen, bei allen Festen und Spielen. Mit viel Selbstironie und coolen Sprüchen mit der „Kippe aufm Zahn“ und „nem“ Bierchen in der Hand hast du mich oft zum Lachen gebracht.
Meine Begegnungen mit dir fingen ab 1989 an, als ich damals in der Jugend von Wacker gespielt habe. „Der kleine polnische Junge mit der Brille“ hast du mich immer genannt und allen erzählt: „Janicki heult immer, wenn er Elfer verschießt“.
Ja klar, du wusstest alles über Wacker, weil du überall dabei warst, ob Jugend, Senioren oder Altherren – alle Spiele, alle Fahrten waren deine. Die damaligen Jugendfahrten als Köttel nach Belgien und der Schnitzeljagd im Wald mit dir waren legendär.
Die späteren Altherrenfahrten nach Willingen waren auch immer ein großer Spaß. Unvergesslich auch deine ewigen Diskussionen mit unserem auch bereits verstorbenen Theo, als du noch Platzwart warst. „Mini, hast Du gewischt?“ „Theo, na klar hab ich gewischt“ „Du hast nicht gewischt, Mini. Das ganze Vereinsheim steht unter Wasser, hör mal, gespritzt mit dem Kärcher hast du!“
Danke, dass du uns eine schöne Kindheit und auch im späteren Leben viel Freude bereitet hast. Du hast mein ganzes bisheriges Leben bei Wacker irgendwie immer mitgeprägt und als ich letztens mit meiner 5-jährigen Tochter am Brauhaus vorbeifuhr, sagte sie direkt: „Guck mal Papa, der Mini.“
Mehr braucht man zu deiner Omnipräsenz im Verein nicht sagen. Alle kannten dich, ob groß oder klein und alle werden dich vermissen. Mit dir sind so viele meiner Freunde auch aufgewachsen. Du warst WACKER.
Machet jut, mein Freund und finde deinen Frieden da oben mit den anderen Wackeranern. Niemals geht man so ganz!

